Zahlen, Fakten und Trends in der ambulanten Versorgung

Unlängst erschienen der neue KBV-Qualitätsbericht für 2019 und dazu die Vertragsarztstatistik 2020.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass die Zahl der Vertragsärzte im Vorjahresvergleich um 1,5% gestiegen ist, auch die Zahl der angestellten Ärzte ist gestiegen. Insgesamt liegt das Kapazitätsplus aufgrund der weitverbreiteten Teilzeitarbeit aber bei nur 0,8%.

Bei den Anästhesiologie hingegen kam es zu einem leichten Rückgang.

Das Durchschnittsalter der Ärzte und Ärztinnen ist zwar immer noch verhältnismäßig hoch, sank aber zum ersten Mal seit Jahren ein wenig herab auf 54,23 Jahre. Andere sich seit Jahren abzeichnenden Trends setzen sich hingegen weiter fort: Die Medizin wird insgesamt weiblicher, es gibt kontinuierlich mehr Anstellungsverhältnisse und auch der Teilzeit-Trend ist ungebrochen.

Die Qualität der ambulanten medizinischen Versorgung, so ergibt der Bericht der KBV, ist weiter stabil auf hohem Niveau. Es wird deutlich, dass sich die sehr hohen Qualitätsanforderungen und damit einhergehenden Vorgaben (u.a. QM in der Praxis, kontinuierliche Fortbildung), die u.a. auch für das ambulante Operieren gelten, sich bezahlt machen. Die Fortbildungspflicht wurde zu fast 100% erfüllt und fast jede zweite Praxis nutzt QEP.

Wir freuen uns sehr über dieses exzellente Ergebnis. Zeigt es doch deutlich an, wie stark die ambulanten Versorgungsstrukturen in Deutschland sind. Und auch die Patienten wissen dies in immer verstärkterem Maße zu schätzen, wie eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zur verstärkten Nutzung ambulanter Bereitschaftsdienste durch die Patientinnen und Patienten deutlich belegt.

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